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    Chaosmagie

    Chaosmagie 

    chaosmagie
    Die Chaosmagie ist eine  junge Bewegung in der Magie. Sie entstand, etwa um 1960. Nach dem Tod Crowleys, kam es in England dazu, dass immer mehr Menschen sich ohne eine bindende Tradition oder Loge mit Magie befassten – wesentlich dazu trugen bei, die Werke Crowleys und Bardons, die es erlaubten auch ohne Loge Magie zu erlernen.

    Um 1980 entstand der Begriff Chaosmagie, geprägt von Peter Carroll der für Chaosmagier sehr wichtig ist. Carroll lehnte sich bei der Chaosmagie aber an Fantasyromane an und nicht an bestehende magische Traditionen. Auch das Symbol der Chaosmagie - die Chaossphäre (siehe Bild) ist aus dem Fantasy Bereich entnommen und hat keine magische Bedeutung, stellt aber gut die "Zerrissenheit" oder auch Vielfalt der Chaosmagie dar. Oder, auf physikalische Kräfte bezogen, zeigt es, dass durch die vielen entgegen gesetzten Richtungen in die der Magier seine Kraft wendet, keinerlei vorankommen zustande kommt. Es sei denn durch Expansion (Erweiterung der Grenzen, Grundgedanke der Chaosmagie) oder durch Spezialisierung auf ähnliche Richtungen. Letztere Methode ist von vielen Chaosmagiern bevorzugt, die sich auf spezielle Gebiete der Magie spezialisieren.Die Chaosmagie lehnt es ab sich an feste Strukturen und Weltanschauungen (Paradigmen) zu binden. Es ist nicht ungewöhnlich für einen Chaosmagier mehrere Systeme zu verwenden. Etwa Runenmagie kombiniert mit Yoga, Daoismus und indianischem Schamanismus. Jeder Chaosmagier hat also seine eigene Weltanschauung (Paradigma) und praktiziert viele Systeme um so schneller zu Ergebnissen zu kommen.Die Chaosmagie ist auch nicht organisiert sondern besteht aus Individuen deren Anschauungen sich grundlegend voneinander Unterscheiden können. Natürlich findet man auch bei den einzelnen Yogis oder Hermetikern grosse Unterschiede, aber das Grundlegende Paradigma ist das selbe. Diese gemeinsame Basis ist bei Chaosmagiern nicht gegeben. Man müsste sagen die grundlegende Gemeinsamkeit der Chaosmagier ist, keine grundlegenden Gemeinsamkeiten zu haben.Manche Chaosmagier lassen auch wissenschaftliche Forschungen und Erkenntnisse in ihre Studien einfliessen.In der Chaosmagie wird gern der Begriff Gnosis statt Trance verwendet so gibt es etwa Erregungsgnosis und Dämpfungsgnosis. Ist aber nichts anderes wie Trance.Für die Chaosmagie sind alle Glaubenssysteme nur Werkzeuge zum Erfolg, keine bindenden Strukturen.Da die Hermetik auch viele Systeme in sich vereint (etwa Tarot, Ritualmagie, Astrologie...) kann man gewisse Gemeinsamkeiten finden.Im Gegensatz zur Chaosmagie sieht die Hermetik die Weltanschauungen nicht als jederzeit austauschbar an sondern strebt danach das eigene Weltbild zu erweitern nicht hin und her zu wechseln wie man es gerade braucht. Inzwischen haben die meisten Chaosmagier aber erkannt, dass der ständige Paradigmenwechsel seine Probleme mit sich bringt und die anfänglichen Erfolge bald schwinden. Daher gehen immer mehr Chaosmagier zum hermetischen Ansatz über sich ein eigenes, umfassendes Paradigma zu basteln.Die Chaosmagie bindet sich also weder an Götter, noch philosophische, magische oder andere Vorstellungen sondern agiert frei. Es gibt aber auch Ausnahmen welche ganz speziell mit diversen Göttern arbeiten die ähnliche Eigenschaften haben etwa Kali und Loki."Ein offener Ofen bäckt kein Brot" und "Kohle wird nur durch enormen Druck und Hitze zum Diamanten" hält der Hermetiker der Moderne da dagegen.Nichtsdestotrotz sind einige Chaosmagier sehr erfolgreich und die sehr wirksame wie einfache Sigillenmagie entspringt der Chaosmagie.Ein Chaosmagier ist oftmals in der magischen Welt recht gebildet - sucht er sich doch aus allen Systemen etwas heraus - und gleicht auch hier dem Hermetiker. Ein Chaosmagier mag auch Hermetik mit anderen Systemen gemischt betreiben.Es gibt aber auch chaosmagische Orden, etwa die Illuminaten von Thanateros zu denen der auch sehr bekannte Chaosmagier Frater V.D. gehört. Mir scheint dieser Bund aber eher einem Arbeitskreis als einer echten Loge zu gleichen.Im 21. Jahrhundert kann man jedoch eine deutlichere Annäherung zwischen Hermetik und Chaosmagie sehen. Die Hermetiker lassen immer öfter "unhermetische" Magiezweige wie etwa Runenmagie oder Schamanismus in ihre Praxis einfliessen und immer mehr Chaosmagier gestalten sich ein umfassendes Allgemeinparadigma.Die Grundgedanken sind aber zu verschieden als das es zu einer echten Einigung kommen könnte.Hermetik: Verdelelung durch feste Struktur und Druck wie bei einem Diamanten. Saturn / Widder & Steinbockprinzip (Steinbock - Tradition)Chaosmagie: Vorankommen durch Erweiterung des Horizontes und einreissen der Grenzen. Neptun / Wassermannprinzip- So gesehen hat die Chaosmagie im Zeitalter des Wassermannes in das wir nun eintreten sicherlich eine blühende Zukunft vor sich.Zum Abschluss bleibt zu sagen, dass aufgrund der unterschiedlichen Paradigmen und mangelnder Struktur / Organisation der Begriff Chaos Magie gut gewählt ist. Man darf also keinesfalls Chaosmagier über einen Kamm scheren. Nirgendwo ist die Kluft zwischen gleichartigen Magiern grösser und in keiner anderen "Tradition" sind die Mitglieder unterschiedlicher. Man findet also sowohl Dilettanten als auch kompetente Magier in diesen Reihen, ganz chaotische und relativ geordnete Magier.

     

     

     

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